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Import & Importgebühren: Geld sparen – 8 wichtige Tipps für effiziente Kosten

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Sie haben Ware in China geordert? Beim Importieren von Gütern kassiert der Staat an den Zollkosten kräftig mit. Das muss nicht sein und beim Import können Sie richtig Kosten sparen. Wir haben die besten Tipps rund um den Import aus Übersee für Sie zusammengestellt.

Mit diesen 8 Tipps können Sie beim Import Kosten sparen

Zu den Import-Gebühren kommen bürokratische Hürden und ein teilweise erheblicher zeitlicher Aufwand. Bereits mit wenigen Maßnahmen lassen sich Zollgebühren und Zeitaufwand für den Import aus Asien und anderen Ländern erheblichen reduzieren. Finden Sie den optimalen Lieferanten, verlassen Sie sich auf Qualität und prüfen Sie die oft fehlerhafte Zolldeklaration. Wichtige Ausnahmen gibt es auch: Denn für bestimmte Produkte und Länder fallen überhaupt keine Zollkosten an.

Geld sparen beim Import Tipp #1: Diese Hürden sollten Sie im Vorfeld kennen

Die Prozesse zur Ein- und Ausfuhr von Produkten erscheinen übersichtlich: unterschiedlichste Dokumente und Bestätigungen sind auszustellen, Zölle und Gebühren zu zahlen. Einiges darf man überhaupt nicht einführen, anderes darf wiederum nicht in bestimmte Länder exportiert werden. Für einen Onlinehändler lassen sich die zahlreichen Regelungen zum Import, seinen Kosten und Gebühren kaum durchschauen. Wir stellen Ihnen einen wichtigen Rahmen vor, mit dem Sie einfacher, schneller und sicherer im Ausland einkaufen und an Ihre ausländischen Kunden versenden.

Bei Importen aus der EU scheint alles so einfach: Zollkosten fallen keine an, eine Zollabwicklung ist nicht erforderlich und Ein- und Ausfuhrbeschränkungen sind auch nicht zu beachten. Doch machen viele E-Commerce-Händler gute Umsätze mit den günstigen Gadgets aus China – von der Handyhülle bis zum High-End-Gear. Was viele vergessen: Auch der Zoll wirft ein Auge auf jedes eintreffende Paket – klein oder groß. Geprüft wird, welche Zollkosten zu zahlen sind oder ob Produkt oder Komponente überhaupt in den Europäischen Wirtschaftsraum eingeführt werden dürfen. Dies trifft auf alle Lieferungen zu, die aus einem außereuropäischen Drittland bestellt werden und damit für jedes Lieferland, das kein EFTA-Staat ist bzw. nicht zum Europäischen Wirtschaftsraum gehört.

Um gelassen und souverän Waren zu importieren, fassen wir einige der wesentlichen Hürden kurz zusammen:

  • Nutzen Sie das Sourcing, um den idealen Zulieferer zu finden
  • Überprüfen Sie den künftigen Lieferanten in Bezug auf seine Produktionsplanung und Qualitätskontrolle
  • Informieren Sie sich genau zu den Kosten und Bedingungen der einzuführenden Waren.

Geld sparen beim Import Tipp #2 : SourcingAgenturen

Je nach eingeführter Ware und Herkunftsland ist der Import nach Deutschland teilweise sehr komplex. Neben den zwischenstaatlichen Vereinbarungen sind auch individuelle Abkommen zwischen einzelnen Handelspartnern zu beachten. Damit die Import-Zollabfertigung reibungslos ablaufen kann und der Import nach Deutschland zügig gelingt, müssen der Zolldienststelle diverse Dokumente, sogenannte Einfuhrpapiere, vorliegen, die Auskunft über die importierte Ware geben.

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Allein der Einkaufspreis kann kaum zur Auswahl des Lieferanten herangezogen werden. Produzenten und Zulieferer unterscheiden sich in den Produktausführungen und in ihren Produktqualitäten. Für den reibungslosen Ablauf im Online-Shop zählen letztlich Kriterien wie die Zuverlässigkeit und die Durchlaufzeiten der ausländischen Produzenten. Die sprachlichen, kulturellen und rechtlichen Barrieren machen Verhandlungen schwieriger und langwieriger.

Hier setzt die Sourcing-Agentur an. Sie ist der Mittler zwischen dem deutschen E-Commerce-Betreiber und den ausländischen Anbietern. Die Sourcing-Agenturen kennen beide Märkte und haben bereits mit vielen großen und spezialisierten Produzenten gute Kontakte aufgebaut. Die Suchmaschine listet für den “Sourcing-Agent in China” gleich mehrere Treffer. Beauftragen können Sie mit einer Anbieter- oder Zulieferersuche gleich mehrere dieser kostenpflichtigen Sourcing-Agenturen. Lassen Sie sich Vergleichsangebote vorlegen und wählen Sie nach verschiedenen Kriterien das beste Angebot für Ihr Unternehmen aus. Die Sourcing-Agents liefern beispielsweise Daten zu:

  • Produktions- und Lieferbedingungen vor Ort
  • Durchlaufzeiten und Kapazitäten
  • Preisen
  • Zahlungskonditionen
  • Retourenmanagement.

Geld sparen beim Import Tipp #3 : Produktion und Inspektion

Ist der richtige Zulieferer gefunden, beauftragen Sie ihn mit Ihren Produktvorstellungen. Die Vorgaben müssen so präzise und detailliert wie möglich ein. Dokumentieren Sie das gesamte Projekt und fordern Sie vom Anbieter (kostenpflichtige) Produktproben an. Zur Produktspezifikation gehören nicht nur technische Details, sondern auch das Produktdesign, die Materialien und seine Verpackung. Bestehen rechtliche Voraussetzungen für den europäischen Markt, wie z.B. ein “CE-Zertifikat” für Elektrogeräte, geben Sie auch dies als Anforderung vor. Halte Sie alles in Plänen, Konstruktionszeichnungen und nach Möglichkeit in Bildern fest. Eine professionelle Sourcing-Agentur wird Sie bei diesem Prozess unterstützen.

Die ersten Prototypen entsprechen nicht immer 100prozentig den Wünschen des Auftraggebers. Nicht aus der Ruhe bringen lassen und die Änderungswünsche korrekt an das Team im Ausland weiterleiten. Erst wenn das Produkt für den heimischen Markt seine “Marktreife” erreicht hat, bestellen Sie größere Mengen. Um diese Warenlieferungen in die EU zu importieren, müssen diese durch die Zollabwicklung. Beim Import aus Drittländern legt der Zoll strenge Richtlinien an und fordert meist Zollkosten ein. Diese Zollgebühren und Kosten sollten wiederum Sie im Auge behalten, denn da lässt sich leicht sparen.

Geld sparen beim Import Tipp #4 : Lieferantenrechnungen Prüfen

Basis für die Zollkosten beim Import ist die elektronische Veranlagungsverfügung (eVV). Viele Onlinehändler vertrauen auf die Richtigkeit der Angaben. Tatsächlich wird die eVV nicht vom Zoll, sondern durch einen beauftragten Zolldeklaranten erstellt, der ein Angestellter einer Verzollungsagentur, einer Speditionsfirma oder etwa von DHL ist. Die Daten für die eVV Import-Erklärung ermittelt er aus den verfügbaren Angaben der Frachtpapiere. In den beigefügten ausländischen Lieferantenrechnungen können allerdings wichtige Angaben fehlen oder sie werden inkorrekt interpretiert – was zu einer Falschverzollung führen kann.

Sind die Daten auf der Rechnung unrichtig, müssen Sie zu hohe Umsatzsteuern und Zollabgaben zahlen. Als Käufer sind Sie der Importeur und verantwortlich für den Ausgleich der Import kosten. Zu hohe Import Kosten lassen sich durch die Prüfung der Lieferantenrechnungen vermeiden. In den unternehmenseigenen Buchhaltungen werden allerdings die Erhebungsmerkmale der Zollkosten nur ungenügend kontrolliert und die scheinbar “staatsgegebene” Inrechnungstellung als korrekt akzeptiert. Das Resultat: Unternehmen zahlen unter Umständen jahrelang zu hohe Zollabgaben.

Seefracht-Export Ablauf

Geld sparen beim Import Tipp #5 : Mindestangaben fordern

Vermeiden lassen sich die hohen Zollgebühren, die selbst in der eigenen Buchhaltung nicht mehr aufgedeckt werden können, durch das Verankern von Mindestangaben. Dazu erweitern Sie Ihre Allgemeinen Einkaufsbedingungen (AEB) um die entsprechenden Punkte oder Sie halten diese bereits im Vertrag mit dem Lieferanten fest. Alternativ fordern Sie die Außenhandelsdaten explizit bei jeder Bestellung beim Lieferanten ein. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, halten Sie schriftlich fest, dass Mehrkosten bei den Zollabgaben, die durch unvollständige oder unrichtige Angaben entstehen, dem Lieferanten zurück belastet werden.

Ideal ist eine Checkliste für Ihren Lieferanten, in der die erforderlichen Mindestangaben für eine grenzüberschreitende Rechnung festgehalten sind:

  • eindeutige Artikelnummer
  • aussagekräftige Warenbezeichnung
  • Zolltarifnummer (HS-Code) je Artikel
  • autonomes Ursprungsland jedes Artikels
  • Präferenzeigenschaft je Artikel
  • Einzelpreis und Gesamtpreis anhand der gelieferten Stückzahlen
  • Angaben zu internationalen Exportkontrollen zu jedem Artikel
  • Incoterms mit Ortschaft/Version
  • Ihre Bestellnummer oder Referenz

Optionale Angaben zum Importeur (einkaufenden Unternehmen):

  • UID-Nummer (Unternehmens-Identifikationsnummer)
  • MwSt-Nummer (Mehrwertsteuer-Nummer)
  • ZAZ-Konto (zentrale Abrechnungskontonummer Zoll)
Gut zu wissen:

Wichtig ist, dass Ihr ausländischer Lieferant die Handelsrechnung ohne die ausländische Umsatzsteuer ausstellt. Zusätzlich zu den gelisteten Angaben können eventuell zusätzliche Anforderungen hinzukommen.

Geld sparen beim Import Tipp #6 : Zollkosten langfristig senken

In Ihrem Betrieb können Sie auf Basis der elektronischen Veranlagungsverfügungen die Kontrolle und Optimierung der Zollabgaben durchführen. Das geht schneller als das Prüfen jeder einzelnen Position auf der Lieferantenrechnung. Ist bereits eine Auswertung per Software möglich, wie etwa mit der eVV-Importsoftwarelösung, können zunächst lediglich die höchsten Zollkosten regelmäßig überprüft werden. So lassen sich bereits mit wenig Aufwand hohe Zolleinsparungen erreichen.

Focus auf den häufigsten Fehlerquellen:

  • Fehlende oder abweichende Zolltarifnummer. Der Zolldeklarant wird eher den höheren Zolltarif wählen.
  • Fehlerhafte Incoterms
  • Präferenznachweis ungültig und ein zollfreier Import ist nicht mehr möglich.
  • Fehlendes Wissen zu Freihandelsabkommen zwischen Staaten.

Geld sparen beim Import Tipp #7 : Bestimmte Produkte frei von Importsteuer

Die Importsteuer fällt für einige Produkte nicht an. So kann etwa der Laptop Import-steuerfrei in die EU eingeführt werden. Der Import-Zoll auf Schmuck liegt bei gerade einmal 2,5 Prozent. Für den Import von Textilien verlangt der Staat allerdings 12 Prozent Zollsteuer, denn diese Produkte werden auch im eigenen Land hergestellt.

Damit Produkte nicht das nationale Marktgefüge durcheinanderbringen, kann ein Antidumping Zoll erhoben werden. Der fällt beispielsweise bei der Einfuhr von Fahrrädern aus China an. China-Fahrräder werden zwar zu besonders günstigen Preisen angeboten, ihr Zollsatz beträgt allerdings 48,5 Prozent.

Seefracht-Importabwicklung

Geld sparen beim Import Tipp #8 : Zollpräferenz

Die Zollpräferenz sichert einen ermäßigten Zollsatz zu. Für bestimmte Entwicklungsländer ist das APS (Allgemeines Präferenzsystem für Entwicklungsländer) oder englisch GSP (Generalized System of Preferences) in Kraft.

Bei Einkäufen in der

– Schweiz

– Norwegen

– Island

– Liechtenstein

– Ägypten

– Algerien

– Israel

– Türkei

– Marokko

fällt ein ermäßigter Zollsatz von 15 Prozent an – anstatt der üblichen 17,5 Prozent.

Kosten sparen beim Import: Unsere Zusammenfassung

Das EU-Ausland bietet große Chancen für alteingesessene Online-Shops und Neueinsteiger im E-Commerce. Günstige Elektronik und Kleidung aus Fernost sind auf dem europäischen Markt gefragt. Wer beim Einkauf gleich auf die richtigen Lieferanten setzt, kann sich die besten Preise zu den günstigsten Konditionen sichern. Mit der regelmäßigen Überwachung der Lieferantenrechnungen und die Kenntnis der Besonderheiten zu Zollpräferenz oder steuerfreien Importprodukten kann der europäische Unternehmer die oft zu hoch veranschlagten Zollkosten minimieren.

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Gut zu wissen:

Waren mit einem geringen Wert (unter 22 Euro Zollwert), die auf dem Postweg eingeführt wurden, waren bis Ende 2020 von der Einfuhrumsatzsteuer befreit. Ab Anfang 2021 entfiel diese Freigrenze.

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