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Kfz Import nach Deutschland: Steuern & Zollabgaben kennen

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Es gibt viele Gründe, ein Auto nach Deutschland einzuführen. Autoliebhaber importieren ihr Traumauto aus den USA oder lassen den Oldtimer aus einem EU-Land nach Deutschland überführen. Auch Menschen, die von einem anderen Land nach Deutschland ziehen, müssen ihr Auto neu anmelden und Abgaben zahlen. Doch worauf ist beim Kfz-Import nach Deutschland zu achten? Bestehen beim Import Unterschiede zwischen Neu- und Gebrauchtwagen? Wie werden die Steuern und Zollabgaben ermittelt? Welche Dokumente sind erforderlich, um den Wagen in Deutschland zuzulassen? Jetzt erhalten Sie die wichtigsten Informationen zum Thema Steuern und Zollgebühren beim Kfz-Import nach Deutschland.

Allgemeine Informationen zum Kfz-Import nach Deutschland

Bei der Anschaffung eines Autos ist der Preis für die meisten Käufer ein wichtiger Faktor. Autokäufer vergleichen oft detailliert, wo das Wunschauto am günstigsten zu erwerben ist. In Zeiten der Internationalisierung und Digitalisierung ist das sehr gut und schnell machbar. Beim Autokauf zählt Deutschland zu den Ländern, in denen die Kosten sehr hoch ausfallen. Es lohnt sich in jedem Fall, einen Blick über die Landesgrenze hinaus zu wagen, da der Käufer oft einiges an Kosten sparen kann. Viele Automodelle sind in anderen Ländern zu erheblich niedrigeren Preisen zu erwerben als in Deutschland. Das gilt auch für Autos, die in Deutschland hergestellt wurden und im Ausland zum Verkauf stehen.

Dem Grunde nach ist der Kauf eines Wagens außerhalb Deutschlands zu jeder Zeit möglich. Viele gehen davon aus, dass der Import des Kfz nach Deutschland mit einem hohen Aufwand verbunden ist. Doch die Einfuhr eines Autos ist gar nicht so aufwendig. Wichtig ist, dass die aktuellen Zollregelungen und die steuerrechtlichen Vorgaben beachtet werden.

Privatpersonen dürfen Waren zum Eigengebrauch im EU-Ausland erwerben und nach Deutschland importieren, da seit 1993 keine Zollgrenzen mehr innerhalb der EU bestehen. Die Umsatzsteuer ist im Allgemeinen in dem Land abzuführen, in dem die Ware gekauft wurde. Des Weiteren ist es auch möglich, Fahrzeuge aus einem Nicht-EU-Land nach Deutschland einzuführen. In diesem Fall sind immer Gebühren zu zahlen. Zum einen die Zollgebühren und zum anderen die Einfuhrumsatzsteuer.

Import Kfz nach Deutschland: Neuwagen

Laut den steuerrechtlichen Regelungen gelten Fahrzeuge dann als Neuwagen, wenn der Tachozähler weniger als 6000 Kilometer anzeigt und das erste Inbetriebnehmen des Wagens nicht länger als ein halbes Jahr zurückliegt. Handelt es sich beim Kauf im Ausland um einen Neuwagen, dann muss dieser in Deutschland versteuert werden. Immer mehr Autokäufer treffen hierzulande die Entscheidung, ein deutsches Automodell aus dem Ausland zu reimportieren. Diese Neuwagen werden speziell für den ausländischen Warenhandel produziert und sind im Ausland meistens viel preisgünstiger zu kaufen.

Die Automarken deutscher Hersteller wie Audi, VW, Mercedes, Opel und BMW sind sehr beliebt beim EU-Reimport. Auch andere Automarken sind zu preisgünstigen Konditionen zu kaufen und das lockt eine Menge Käufer an. Durch einen Reimport können Wagen bis zu 30 Prozent preiswerter sein als Autos, die für den deutschen Kfz-Markt produziert werden. Der Grund für den Kaufanreiz ist, dass in vielen EU-Ländern oft höhere Steuersätze auf neue Autos bestehen als in Deutschland. Demnach zahlt der Autokäufer beim Import des Kfz nach Deutschland nur den deutschen Steuersatz in Höhe von 19 Prozent und nicht den Steuersatz des Erwerbslandes.

Import Kfz nach Deutschland: Gebrauchtwagen

Wenn sich ein privater Autokäufer für den Kauf und Import eines gebrauchten Kfz nach Deutschland entscheidet, dann ist die Mehrwertsteuer bereits im Kaufpreis inbegriffen. Deshalb ist die Steuer in Deutschland nicht gesondert abzuführen. Kauft ein Händler ein Kfz im Ausland, kann der Autokauf auch ohne Mehrwertsteuer erfolgen. Die Mehrwertsteuer ist dann beim Import des Kfz in Deutschland zu zahlen. Handelt es sich bei der Einfuhr des Autos um eine Ware aus einem Nicht-EU-Land, kommen zusätzliche Abgaben für die Einfuhrumsatzsteuer und den Zoll hinzu. Es ist darauf zu achten, dass beim Gebrauchtwagenimport ein rechtskräftiger Kaufvertrag vorliegt. Der Vertrag unterliegt den rechtlichen Regelungen des Kauflandes.

Häufig übernehmen Speditionen den Transport der Autos. Manche Käufer transportieren das gekaufte Fahrzeug mithilfe eines Anhängers und regeln so die Überführung selbst. Wenn Käufer das Fahrzeug eigenständig nach Deutschland fahren möchten, dann benötigen sie einen Versicherungsschutz und ein Überführungskennzeichen aus dem Erwerbsland. Da die Überführungskennzeichen innerhalb der EU nicht einheitlich sind, ist es empfehlenswert, vorab bei der Zulassungsstelle und beim Versicherer nachzufragen.

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Kfz-Verzollung und Einfuhrumsatzsteuer: Import aus einem Nicht-EU-Land nach Deutschland

Das Auto ist gekauft und wird nun aus einem Nicht-EU-Land nach Deutschland überführt. Ab diesem Zeitpunkt fällt die Zahlung der Zollabgaben und der Einfuhrumsatzsteuer an. Die Höhe der Abgaben beim Import des Kfz nach Deutschland ist abhängig von verschiedenen Faktoren:

  1. Die Basis für die Ermittlung der Zollgebühren ist der Kaufpreis inklusive der Transportausgaben des Autos nach Deutschland. Zollmitarbeiter greifen auf Erfahrungswerte zurück und können in der Regel die realistischen Kosten gut einschätzen. Falls eine Einschätzung nicht möglich ist, nehmen die Zollbeamten zur Beurteilung die Schwacke-Liste hinzu. Diese Liste zeigt den ungefähren Restwert von Gebrauchtwagen an.
  1. Bei den Zollabgaben werden Lastkraftwagen und Personenkraftwagen unterschieden. Bei einem Pkw betragen die Zollgebühren 10 Prozent des Fahrzeugwertes und bei einem Motorrad sind die Abgaben für den Zoll etwas niedriger (8 Prozent mit einem Hubraum bis 250 ccm und 6 Prozent für Motorräder über 250 ccm). Die Zusammensetzung der Zollkosten hängt bei einem Lkw von mehreren Aspekten ab. Der Hubraum, das Gewicht und viele weitere Faktoren werden dabei beachtet, sodass es sich beim Ermitteln der Zollgebühren für Lkw immer um Einzelfallentscheidungen handelt.
  1. Die Einfuhrumsatzsteuer beträgt 19 Prozent. Als Berechnungsgrundlage dienen die Kosten des Wagens, die Ausgaben für den Transport nach Deutschland sowie die Abgaben des Zolls.
  1. Es muss eine Unbedenklichkeitserklärung der Zollbehörde vorliegen. Diese Erklärung sagt aus, dass die Gebühr für den Zoll sowie die Einfuhrumsatzsteuer entrichtet wurde. Das Formular benötigen Autokäufer bei der Zulassungsstelle.

Kfz-Import nach Deutschland: Benötigte Dokumente bei der Zulassung des Wagens

Folgende Dokumente sind erforderlich, wenn der Import des gebrauchten Kfz nach Deutschland erfolgt ist und die Zulassung ansteht:

– vollständige Fahrzeugpapiere des Kfz aus dem Ausland

– Kaufvertrag oder Rechnung (Originalbelege)

– Unbedenklichkeitsbescheinigung

– TÜV-Prüfung / Vollabnahme

– Bescheinigung über die durchgeführte Abgasuntersuchung

– Versicherungsbestätigung

– CoC (Certificate of Conformity = EU-Typengenehmigung)

– Nachweis der Verfügungsberechtigung des einzutragenden Fahrzeugeigentümers

– Personalausweis

– wenn kein Personalausweis vorhanden: Pass mit Meldebescheinigung des Fahrzeugeigentümers

– wenn vorhanden: Kennzeichen des Herkunftslandes

– Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)

– bei Minderjährigen: Ausweisdokument sowie schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten; Ausweis des Minderjährigen

– bei Firmenfahrzeugen: Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug

Beim Kauf und Import eines Neuwagens gelten die genannten Punkte ebenso. Zusätzlich ist bei der Zulassung eines Neuwagens zu beachten, dass innerhalb von 10 Tagen nach dem Kauf die Umsatzsteuererklärung für die Fahrzeugeinzelbesteuerung beim Finanzamt einzureichen und die Steuer zu zahlen ist.

Seefracht-Export Ablauf
Gut zu wissen:

Wichtig ist, dass Ihr ausländischer Lieferant die Handelsrechnung ohne die ausländische Umsatzsteuer ausstellt. Zusätzlich zu den gelisteten Angaben können eventuell zusätzliche Anforderungen hinzukommen.

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