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USA Import & Export ► Professionelle Abwicklung mit Zollagenten – Zoll, Vorschriften, Abwicklung

Inhaltsverzeichnis

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Beim Warenverkehr zwischen der EU und den USA gibt es im Wesentlichen 2 unterschiedliche Konstellationen. Zum einen handelt es sich dabei um den Warenimport aus der EU in die USA, zum anderen um den Import von Waren aus den USA in die EU. Der folgende Artikel stellt beide Konstellationen und deren jeweilige Bedingungen ausführlich vor. Wenn Sie ein Unternehmen haben, das Waren aus den USA nach Deutschland importiert, werden Sie im ersten Teil des Beitrags hierzu wichtige Informationen finden. Die zweite Konstellation wird im unteren Teil des Beitrags vorgestellt und genauer erläutert. Wissenswertes rund um das Thema Zollagentur finden Sie auch auf unserer speziellen Themenseite.

Export aus den USA: Wissenswertes und Tipps für Importeure

Der Export von Waren aus den USA nach Deutschland oder in andere EU-Länder muss nicht kompliziert sein. Dennoch sollten Sie dabei einige Dinge beachten, damit er reibungslos und kostengünstig ablaufen kann. Im Folgenden geben wir Ihnen wertvolle Tipps, mit denen Sie sicherstellen können, dass Sie wichtige Formalitäten rund um die Verzollung und den Import Ihrer Waren aus den USA berücksichtigen. Auf diese Weise können Sie sowohl Zeit als auch Geld beim Importieren sparen. Weiterführende Informationen zu diesem Thema können Sie auch in unserem Blogartikel “Export in die USA: Verfahren, Dokumente, Tarife – Infos, Tipps & mehr” nachlesen.

Registrierung als Importeur sicherstellen

Wenn Sie Ware aus den USA importieren wollen, um diese anschließend weiter zu verkaufen, müssen Sie sich zuvor als Importeur beim Zoll registrieren. Andernfalls hat der Zoll das Recht, Ihre Fracht an der Grenze zu beschlagnahmen, bis die Registrierung abgeschlossen ist. In diesem Fall gehen Sie das Risiko ein, dass Ihre gesamte Lieferung nach 14 Tagen auf Ihre Kosten an den Lieferanten zurückgegeben wird. Es ist daher empfehlenswert, Ihr Unternehmen beispielsweise online im jeweiligen Importregister anzumelden, bevor Sie einen Warenimport aus den USA planen. So sparen Sie zusätzliche Kosten für die Aufbewahrung bzw. den Rückversand, wenn Ihre Waren in Deutschland ankommen.

Zahlung der amerikanischen Mehrwertsteuer vorab klären

Neben der Registrierung Ihres Unternehmens ist es auch sinnvoll, im Vorfeld der Warenlieferung zu klären, wie viel Mehrwertsteuer auf die jeweiligen Produkte erhoben wird. Grundsätzlich wird in den USA auf den Zahlungsbelegen keine Mehrwertsteuer ausgewiesen. Diese ist zudem je nach Bundesstaat unterschiedlich hoch. Daher ist es wichtig, sich online über die Höhe des jeweiligen Steuersatzes zu erkundigen. Falls Ihre Warenlieferung aus den USA für den kommerziellen Bedarf gedacht ist, sollten Sie sichergehen, dass Ihnen keine Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt wird. Eine einmal entrichtete Mehrwertsteuer können Sie nämlich in den meisten Fällen nicht zurückerstattet bekommen.

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Warenwert und Frachtkosten deutlich deklarieren

Bei einem Warenimport für kommerzielle Zwecke gilt die Vorschrift, dass sämtliche Waren unabhängig von deren Wert in einer Zollerklärung deklariert werden müssen. Die Höhe des Zollbetrags ergibt sich dabei aus dem Wert der importierten Waren und der totalen Frachtkosten bzw. der Transportversicherung. Falls der Preis auf diese Weise nicht errechnet werden kann, nimmt das deutsche Zollamt eine Schätzung vor und fügt diesen dem gesamten Zollwert hinzu. Falls Sie Waren aus den USA bestellen, deren Frachtpreis vom jeweiligen Lieferanten bezahlt wird, stellen Sie sicher, dass dies eindeutig auf der Rechnung vermerkt wird. Andernfalls riskieren Sie es, erneut Frachtkosten für dieselbe Lieferung bezahlen zu müssen und diese somit praktisch zweimal zu verzollen. Bei einem privaten Import zahlen Sie erst ab einem Warenwert von mehr als 150 EUR den deutschen Mehrwertsteuersatz. Eine Deklaration der Waren ist ab einem Wert von 10 EUR vorgeschrieben.

Passendes Transportmittel auswählen

Für den Transport Ihrer Waren oder Güter aus den USA nach Deutschland eignet sich der Seeweg oder der Luftweg. Bei der Wahl der besten Transportmethode sollten Sie dabei Faktoren wie den Umfang und das Gewicht Ihrer Waren sowie die Lieferzeit und die mit der jeweiligen Transportart einhergehende Umweltbelastung beachten. Seefracht, die aus den USA in die EU importiert wird, braucht in der Regel zwischen 3 und 6 Wochen, bis sie am jeweiligen Zielort eintrifft. Eine Rolle spielt dabei, von wo aus in den USA die Lieferung erfolgt. Zusätzlich muss der Transport der Fracht zum Hafen mit einberechnet werden, der von 1 Tag bis zu 1 Woche dauern kann. Nach der Ankunft der Seefracht in Deutschland erfolgt die Auslieferung an Sie meist innerhalb eines Werktags. Der Versand Ihrer Waren aus den USA mit Luftfracht geht wesentlich schneller. Bereits nach 2-3 Tagen sind bei dieser Variante die Güter am Zielort angekommen. Allerdings ist diese Transportart auch deutlich teurer. Dabei lässt sich zusätzlich zwischen der Standard Luftfracht mit einer Luftfahrgesellschaft und einem speziellen Kurierservice von Firmen wie FedEx, UPS oder DHL unterscheiden.

An die Binnentransportkosten denken

Da es sich bei den USA um ein sehr großes Land handelt, kann der Binnentransport Ihrer Güter und Waren schnell sehr kostspielig werden. Überprüfen Sie daher immer genau, ob Sie selbst dafür aufkommen müssen oder der Transport Ihrer Waren zum Hafen bzw. Flughafen vom jeweiligen Lieferanten übernommen wird. Je nach Entfernung und Transportart kann der Binnentransport dabei unterschiedlich lange dauern und auch die Kosten hierfür variieren sehr stark, je nachdem, wie weit im Landesinneren sich der Ursprungsort Ihrer Güter befindet.

Import in die USA: Wissenswertes und Tipps für Exporteure

Nicht nur für den Warentransport aus den USA gibt es Einiges zu beachten. Auch wenn Sie planen, Ihre Produkte dorthin zu exportieren, ist es sinnvoll, bestimmte Regeln und Abläufe zu kennen, um häufige Fehler zu vermeiden. Für viele Waren gibt es in den USA nämlich Einfuhrbeschränkungen oder sogar Verbote, die bei einem Export berücksichtigt werden müssen. Viele Dienstleister und Anbieter verfügen jedoch nicht über das notwendige Fachwissen, um die jeweilig geltenden Regelungen einhalten zu können. Im Folgenden finden Sie wertvolle Tipps für den Import Ihrer Produkte in die USA und erfahren, worauf Sie dabei besonderen Wert legen sollten. Für mehr Details zum Thema empfehlen wir Ihnen auch unseren Artikel “Export in die USA: Verfahren, Dokumente, Tarife – Infos, Tipps & mehr”.

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Dokumente für die Zollabwicklung vollständig und korrekt vorbereiten

Als Importeur von Waren aus Deutschland in die USA müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Güter bei Grenzübergang sehr genau kontrolliert werden. Daher ist es besonders wichtig, dass alle relevanten Informationen zur Zollabfertigung auf Ihrer Handelsrechnung verzeichnet sind. Auf diese Weise können Lieferverzögerungen und zusätzliche Kosten vermieden werden. Insbesondere der Begriff des Incoterm DAP verursacht oft Missverständnisse. Damit wird der geliefert genannte Bestimmungsort (delivery at place) bezeichnet. Falls der jeweilige Importeur und der Bestimmungsort der Waren sich voneinander unterscheiden, kann es zu Problemen bei der Lieferung kommen. Daher sollten Sie immer sicherstellen, dass die Kontaktdaten auf der Rechnung des registrierten Importeurs (IOR) vollständig und korrekt sind. Dazu gehört auch das Verfassen der kompletten Rechnung in englischer Sprache bzw. eine detaillierte und genaue Beschreibung der jeweiligen Waren. Als renommierte Zollagentur für die USA und Deutschland können wir Sie und Ihr Unternehmen dabei unterstützen, alle wichtigen Dokumente für die Verzollung Ihrer Güter beim Export in die USA vorzubereiten. Unter anderem kümmern wir uns dabei um den gesamten Schriftverkehr mit den Zollbehörden und prüfen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Tarifierung und Kennzeichnung Ihrer Waren. Außerdem profitieren Sie bei unserem Full Service Angebot auch von der Möglichkeit interner Schulungen und Unterweisungen im korrekten Umgang mit sämtlichen Formalitäten, die die Verzollung Ihrer Waren betreffen.

Zollagent in den USA beauftragen

Aufgrund der Vielzahl an Vorgaben und Regelungen, die bei einem Import von Waren aus der oder in die USA beachtet werden müssen, ist es sinnvoll, einen Zollagenten vor Ort zu beauftragen, der die korrekte und zügige Abwicklung aller Zollformalitäten sicherstellen kann. Vor allem bei einem Warenimport, dessen Wert höher als 2.500 USD liegt, wird diese Vorgehensweise von der US-Zollbehörde empfohlen. Dabei müssen die Zollagenten in den USA eine Prüfung ablegen, um sich für ihre Tätigkeit zu qualifizieren. Die Kosten für einen Agenten unterscheiden sich je nach Größe der jeweiligen Zollagentur in den USA. Damit ein Zollagent für Sie tätig werden kann, müssen Sie ihm zunächst eine entsprechende Vollmacht erteilen. Für die europäischen Importeure vergibt der Zoll dabei jeweils eine eigene Nummer, die sogenannte “Customs assigned number”. Amerikanische Firmen können hingegen ihre bereits bestehende Steuernummer dafür nutzen. Dennoch sind Sie gegenüber der Zollbehörde immer selbst für die korrekte Einreihung Ihrer Waren verantwortlich. Anschließend erfolgt die Rücksprache mit dem Spediteur, um Fehler nach Möglichkeit vermeiden zu können. Für die Abfertigung Ihrer Waren in den USA benötigen Sie außerdem eine spezielle Zoll-Bürgschaft, die Ihr Zollagent in den USA für Sie besorgen kann. Mit dieser Bürgschaft können Sie eine Sicherheitsleistung für anfallende Gebühren oder Abgaben hinterlegen. Dies beschleunigt den Prozess der Zollabfertigung in vielen Fällen deutlich. Anhand der eingereichten Unterlagen kann der US-Zoll die Waren anschließend freigeben.

Ihre Zollagentur kann den gesamten Prozess der Bürgschaftserstellung für Sie übernehmen und Ihnen dadurch viele Kosten durch Verzögerungen oder Fehler im Verzollungsprozess ersparen.

Besondere Einfuhrbestimmungen beachten

Viele Unternehmen stehen vor der Frage, ob Sie die Einfuhrdokumente für ihre Waren, die in die USA importiert werden sollen, selbst anfertigen können, bzw. ob dieses Vorgehen sinnvoll ist. Jedoch empfehlen Behörden und Zollagenturen aufgrund der massiven Anzahl an benötigten Dokumenten und Vorschriften, die dabei beachtet werden müssen, dies nicht zu tun, sondern stattdessen einen geeigneten Zollagenten mit der Erstellung und Einreichung der notwendigen Papiere zu beauftragen. Beispielsweise gibt es bei der Einfuhr von Lebensmitteln in die USA ganz konkrete Auflagen zu beachten. Diese müssen unbedingt erfüllt werden, selbst wenn es sich dabei um ein Werbegeschenk für die Kunden in Form von Süßigkeiten oder Ähnlichem handelt. Auch in diesem Fall ist es zwingend erforderlich, den Hersteller und Spediteur sowie den Ursprung der Artikel anzugeben, damit die gesamte Lieferung ihr Ziel erreicht und nicht beim Zollamt beschlagnahmt wird. Aber auch bei anderen Warengruppen sind für den erfolgreichen Import in die USA einige Vorschriften und Regelungen zu beachten. Dazu zählen insbesondere Textilien, Produkte aus Holz, Kinderspielzeug oder Konsumgüter. Für jede einzelne dieser Warengruppen müssen die korrekten Formulare und Unterlagen vollständig und richtig ausgefüllt vorliegen, damit es bei der Verzollung nicht zu Komplikationen kommt.

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Darüber hinaus ist es oft sinnvoll, sich im Automated Commercial Environment System (ACE) zu registrieren, um Importe in die USA schneller und sicherer abwickeln zu können. Hierbei handelt es sich um eine Möglichkeit der Kontrolle und des besseren Überblicks über die jeweils importierten Waren, die sowohl vom Zollagenten als auch von der jeweiligen Zollbehörde genutzt werden kann. Dabei muss darauf geachtet werden, dass insbesondere der ISF – ein Bericht über die Verzollung von Seefracht – spätestens 24 Stunden vor dem Laden der Sendungen beim US-Zoll- und Grenzschutz eingeht. Für eine unvollständige, falsche oder verspätete Einreichung des ISF können Bußgelder in Höhe von bis zu 5.000 USD auf Sie zukommen.

E-Commerce und Kleinsendungen

Bei Kleinsendungen aus einem Drittland ist es in den meisten Fällen für E-Commerce Kunden nicht möglich, nachzuvollziehen, woher diese stammen und welche Kosten bei einem Import dafür entrichtet werden müssen. Auch in den USA ist eine derartige Möglichkeit aktuell nicht gegeben. Im Gegensatz zu Deutschland können Sie Kleinsendungen in die USA jedoch bis zu einem Gesamtwert von 800 USD zollfrei einführen. Auch die Steuern für Ihre Fracht entfallen in diesem Fall und die Abwicklung mit einem vereinfachten Verfahren ist möglich. Außerdem sind Ihre Waren, soweit sie sich unterhalb der Freigrenze befinden, von der Erhebung der Zusatzzölle ausgenommen, die sich in den USA auf 25 % des Warenwerts belaufen. Wenn Sie jedoch Waren importieren, die Antidumping- oder Ausgleichszöllen unterliegen, haben Sie in den meisten Fällen keinen Anspruch auf die oben genannte Regelung und vereinfachte Abwicklung der Zollformalitäten. Hierfür werden vom US-Zoll stichprobenartige Kontrollen durchgeführt, um festzustellen, ob die jeweilige Lieferung die Vorgaben für eine zoll- und steuerfreie Einfuhr erfüllt.

Ausfuhren in die USA vorbereiten und Einfuhren aus den USA abwickeln - Einfach gemacht mit den Zollspezialisten von Butz

Für eine korrekte Ausfuhr bzw. Einfuhr von Waren in bzw. aus den USA ist es notwendig, alle geltenden Regelungen und Vorschriften möglichst genau zu erfüllen. Diesen zeitaufwendigen und komplizierten Prozess können Sie erheblich verkürzen und erleichtern, wenn Sie einen geeigneten Zollagenten hierfür beauftragen. Die Erfahrungen vieler Unternehmen zeigen, dass eine Zollagentur den Import von Waren in oder aus den USA entscheidend vereinfachen kann. Wir vom Verzollungsbüro Butz bieten Ihnen einen Full Service für die Verzollung Ihrer Waren beim Transport in die oder aus den USA. Unsere fachkundigen Experten kümmern sich dabei um alle Formalitäten, erstellen die notwendigen Begleitpapiere und reichen diese rechtskonform und termingerecht bei den jeweiligen Behörden ein. Mit uns haben Sie die Sicherheit, keine unnötigen Verzögerungen oder Kosten aufgrund von mangelnden oder fehlerhaften Dokumenten befürchten zu müssen. Wir unterstützen Sie bei jedem Schritt und stehen Ihnen auch bei Fragen zur Verzollung Ihrer Waren jederzeit gern zur Verfügung. Auf unserer Themenseite Zollagentur erfahren Sie mehr über unsere Services und Dienstleistungen.

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