Blockchain-Technologie: Ein neuer Horizont für Zollprozesse

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Das Wichtigste in Kürze
  • Blockchain-Technologie revolutioniert Zollprozesse durch manipulationssichere, dezentrale Datenspeicherung.
  • Waren lassen sich per QR-Code eindeutig zuordnen – Herkunft, Route und Zolldaten sind sofort abrufbar.
  • Fehler und Betrug werden minimiert, da einmal gespeicherte Daten unwiderruflich in der Blockchain verankert sind.
  • Grüne Zölle und Nachweispflichten, etwa zur entwaldungsfreien Herkunft, lassen sich mit Blockchain einfach und sicher erfüllen.
  • Sowohl Zollbehörden als auch Unternehmen profitieren von kürzeren Wartezeiten und effizienteren Abläufen.

Die Blockchain-Technologie verändert seit einigen Jahren die Welt. Ein dezentralisiertes System von Codes ermöglichte bereits, alternative Währungen auf den Markt zu bringen, über die real gehandelt werden kann. Blockchain ist aber nicht nur für Kryptowährungen wie Bitcoin bedeutend. Die Eindeutigkeit, mit welcher ein Code zugeordnet werden kann, hilft auch bei Zollprozessen, unter anderem, indem bestimmte Waren nachverfolgbarer werden.

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Grundlagen der Blockchain-Technologie

Blockchain kann mit „Blockkette“ ins Deutsche übersetzt werden und bezieht sich auf die verschiedenen Code-Blocks, die nacheinander mit der Hilfe von teilnehmenden Computern weltweit aneinandergereiht werden. Sobald eine Transaktion getätigt wird – zum Beispiel der Austausch von Informationen beziehungsweise das Hinzufügen von Daten – bildet sich ein neues Kettenglied. Eine solche Aktion muss jedoch immer verifiziert werden. Das geschieht entweder, indem der Computer eine mathematische Aufgabe löst (Proof of Work) oder durch die eigene Stellung im System (Proof of Stake).

Durch die kryptografische Verkettung und die dezentrale Speicherung können die Informationen in der Blockchain nicht mehr verändert werden. Sie sind manipulationssicher und es ist immer klar, wo und wann Daten hinzugekommen sind. Das erhöht die Sicherheit in einem Netzwerk deutlich und kann auch im praktischen Leben bei Lieferketten und Zollprozessen genutzt werden.

Vorteile der Blockchain in Zollprozessen

Im Hinblick auf das Zollwesen hat die Blockchain die Fähigkeit, Prozesse sicherer zu gestalten. Bei der Überprüfung von Warensendungen geht es schließlich immer darum, die Produkte eindeutig zuzuordnen, die Herkunft nachzuweisen und die illegale Einfuhr bestimmter Artikel zu verhindern. Darüber hinaus möchten die Unternehmen ihre Lieferungen schnell durch den Zoll bringen und lange Wartezeiten vermeiden.

Zu den wichtigsten Vorteilen, die die Blockchain-Technologie für Zollprozesse bringt, gehören:

  • Effizienzsteigerung bei der Abwicklung von Zollprozessen
  • gereingere Fehlerrate
  • Steigerung der Sicherheit
  • schnellere Überprüfbarkeit der Herkunft
  • einfache Anwendung
  • mehr Transparenz in der Lieferkette durch Blockchain
  • Möglichkeit der grenzübergreifenden Nachverfolgung

Effizienzsteigerung durch Blockchain

Einer der wichtigsten Vorteile der Blockchain-Technologie bei Zollprozessen ist die Steigerung der Effizienz. Dies kann man sich wie folgt vorstellen: Der Code ermöglicht es, einer Ware eindeutig bestimmte Informationen zuzuordnen. Einmal eingescannt, kann der Zoll so zum Beispiel sehen, ob die Gebühren bereits entrichtet worden sind, was der Ursprungsort ist, welche Emissionen der Transport verursacht hat und welche Route die Warensendung zurückgelegt hat.

Der Zeitaufwand für eine Kontrolle sinkt somit deutlich. Da die Blockchain-Technologie kaum für Manipulation anfällig ist, können sich die Beamten bei der Bearbeitung sicher sein und die Ware schneller durch den Zoll “winken”. Die Zollbehörden haben im Ergebnis mehr Zeit für andere Aufgaben und können ihre Prozesse und Arbeitsabläufe effizienter gestalten.

Auf der anderen Seite profitieren auch die Unternehmen von der Effizienzsteigerung der Zollprozesse durch Blockchain. Je schneller ein Zollverfahren abgewickelt wird, desto weniger Verzögerungen gibt es. Dadurch bleiben die Kosten im geplanten Rahmen und die Endverbraucher sind mit der Leistung der Firma zufrieden.

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Fehlerreduktion und Sicherheit

Durch die Verwendung von Blockchain bei Zollprozessen schleichen sich insgesamt deutlich weniger Fehler ein. Eine falsche Zuordnung von Information und Ware ist beispielsweise durch die Kryptografie und die dezentrale Speicherung ausgeschlossen. Kommt eine Information hinzu, wird diese irreversibel im Code abgespeichert.

Ein Beispiel dafür wäre eine Unterbrechung der Kühlkette. Das Internet der Dinge (IoT) kann hierbei helfen, die Temperatur fortwährend beim Transport zu messen. Sobald sie ungeplant ansteigt, wird das Ereignis automatisch und unwiderruflich im Blockchain-Code festgehalten. Die Zollbehörde könnte dann beispielsweise auslesen, dass es sich beim Inhalt eines bestimmten Containers um verdorbene Ware handelt und ihn entsprechend aus dem Verkehr ziehen.

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Chancen und Innovation durch Blockchain-Technologie in Zollprozessen

Blockchain bietet vielfältige Chancen für die Zukunft. Die Innovationen, welche die dezentralen Codes beinhalten, helfen dabei, die Zollprozesse zu vereinfachen und lassen sich für unterschiedliche Zwecke verwenden. Einige Beispiele dafür schauen wir uns im Folgenden an.

Da Umweltschutz und Nachhaltigkeit mittlerweile auch im Wege des Zollwesens angegangen werden, müssen Unternehmen immer öfter mit neuen sogenannten “grünen” Zöllen und entsprechenden Gesetzen rechnen. Ein Beispiel dafür ist die Nachweispflicht zur entwaldungsfreien Herkunft bestimmter Produkte wie Kakao, Rindfleisch und Soja bei der Einfuhr in die europäische Zollunion.

Um derartige Waren in die EU zu bringen, müssen die Importeure eine Sorgfaltserklärung beifügen, in welcher die geografische Herkunft eindeutig bestätigt wird. Während dies bei papierbasierten Verfahren manipulierbar ist, bietet die Blockchain-Technologie wesentlich mehr Sicherheit. Direkt bei der Produktion kann ein entsprechender Code angelegt werden. Werden beispielsweise Kakaobohnen geerntet, fügen die Bauernhöfe vor Ort die Geo-Location in die Blockchain ein. Später werden die Waren sicher verpackt und mit dem QR-Code versehen. Der Zoll kann diesen einscannen und die Frage nach der entwaldungsfreien Herkunft ist innerhalb weniger Minuten geklärt.

Einer der größten Vorteile der Blockchain-Technologie bei Zollprozessen ist sicherlich, dass die Begleitdokumentation komplett ohne Papier auskommt. Hier geht es nicht nur um die einfache Packliste oder die Bestätigung der Gebührenzahlung. Alle notwendigen Informationen können nun ausschließlich elektronisch abgespeichert werden. Ohne die Blockchain war das bisher ein gewisses Risiko, da die Informationen bei zentraler Speicherung auch gefälscht werden konnten. Indem mehrere Computer an unterschiedlichen Standorten die Kryptografie bei der Blockchain-Technologie tragen, sind Manipulationen nicht möglich.

Fazit: Blockchain als Wegbereiter für moderne Zollprozesse

Es ist absehbar, dass die Blockchain-Technologie die Zollprozesse maßgeblich verändern wird. Bereits jetzt wird sie an verschiedenen Punkten eingesetzt und Die internationale Logistik ist eine Vorreiterin bei den Codes, die einer bestimmten Ware eindeutige Informationen zuordnen. Sie nutzt diese Technologie schon heute, um Fehlabläufe, wie eine Unterbrechung in der Kühlkette oder Einbrüche auf dem Transportweg frühzeitig zu erkennen.

Für den Zoll ist Blockchain interessant, da die Codes alle wichtigen Informationen zur Ware vom Paketinhalt über die Route bis hin zur Herkunft und der Zollanmeldung enthalten. Einmal den QR-Code eingescannt, hat die Zollbehörde alle Daten einwandfrei zugeordnet vorliegen. Das schafft mehr Sicherheit und beschleunigt die Zollprozesse.

Die Behörden profitieren davon, indem sie jetzt mehr Zeit für andere Aufgaben haben. Für die Unternehmen ist die Effizienzsteigerung vorteilhaft, um die eigenen Lieferketten zu optimieren. Wenn die Waren nicht mehr so lange an der Zollstelle liegen, lässt sich insgesamt mehr Umsatz generieren.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Blockchain ist eine dezentrale Kette aus Datenblöcken, die weltweit auf vielen Computern gespeichert wird. Jede neue Transaktion oder Information bildet ein neues Kettenglied, das kryptografisch gesichert und unveränderbar ist.

Durch Blockchain können Zollbehörden Waren schneller und sicherer prüfen, da alle relevanten Daten wie Herkunft, Route und Gebührenstatus per QR-Code sofort abrufbar sind. Das spart Zeit und reduziert Fehler erheblich.

Bei der Einfuhr bestimmter Produkte in die EU, etwa Kakao oder Rindfleisch, muss die entwaldungsfreie Herkunft nachgewiesen werden. Mit Blockchain kann die Geo-Location direkt bei der Ernte erfasst und manipulationssicher gespeichert werden.

Nein. Durch die dezentrale Speicherung auf vielen Computern und die kryptografische Verkettung sind Manipulationen praktisch ausgeschlossen. Einmal eingetragene Daten bleiben dauerhaft und unveränderlich gespeichert.

Ja, Unternehmen profitieren von schnelleren Zollabwicklungen, geringeren Verzögerungen in der Lieferkette und damit von niedrigeren Kosten sowie einer höheren Kundenzufriedenheit.

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