Welche Freihandelsabkommen hat die EU?

Inhalte
Das Wichtigste in Kürze
  • Die EU unterhält mit Stand 2023 Freihandelsabkommen mit 78 Ländern, darunter Japan, Singapur und Ecuador.
  • Ein Freihandelsabkommen ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der Handelshemmnisse zwischen den Vertragsstaaten abbaut und den internationalen Handel erleichtert.
  • Die EU bildet gemeinsam mit ihren 27 Mitgliedsstaaten einen Binnenmarkt – innerhalb der EU fallen keine Zölle an.
  • Für über 100 Länder ist die EU der wichtigste Exportmarkt und gilt zugleich als größter Lieferant industrieller Erzeugnisse.
  • Die Zollabwicklung bleibt eine der zentralen Herausforderungen im internationalen Handel – Freihandelsabkommen sollen diese Prozesse vereinfachen.

Die Globalisierung trägt dazu bei, dass Unternehmen auf der ganzen Welt näher zusammenrücken. Zwar wurde Handel schon immer betrieben, doch wohl noch in einem Ausmaß wie heute. Ob mit dem Schiff, dem Flugzeug oder dem LKW, täglich werden riesige Mengen an Waren von einem Ort zum anderen transportiert. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2022 insgesamt rund 182,5 Millionen Tonnen an Gütern per Schiff transportiert. 128,5 Millionen Tonnen gehörten zum grenzüberschreitenden Verkehr. Es handelte sich hierbei entweder um Waren, die nach Deutschland importiert wurden oder um deutsche Waren, die für den Verkauf auf einem ausländischen Markt bestimmt waren.

Durch die zunehmende Globalisierung verlängern sich die Transportwege der Waren. Rohstoffgewinnung, Produktion und Verkauf finden oft auf unterschiedlichen Kontinenten statt. Die Abwicklung des Zolls ist neben den steuerrechtlichen Aspekten und der Logistik eine der zentralen Herausforderungen des internationalen Handels. Mit Freihandelsabkommen sollen Import und Export von Gütern erleichtert werden. Das fördert internationale Geschäfte und erleichtert Unternehmen die Abwicklung der täglichen Prozesse.

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Was ist ein Freihandelsabkommen? – Definition

Was genau verbirgt sich hinter dem bereits angesprochenen Begriff des „Freihandelsabkommens“? Und welche Auswirkungen hat ein solches Abkommen auf den internationalen Handel?

Ein Freihandelsabkommen ist ein Vertrag, der auf völkerrechtlicher Ebene zwischen verschiedenen Staaten geschlossen wird. Die Vertragsstaaten bauen Handelshemmnisse untereinander ab und erleichtern dadurch den zwischenstaatlichen Handel, sodass die Unternehmen aller beteiligten Wirtschaftszonen profitieren. Freihandelsabkommen werden zwischen zwei oder mehreren Staaten als Parteien geschlossen. Staaten, die nicht Partei des Freihandelsabkommens sind, gelten als Drittländer, für die die herkömmlichen internationalen Handelsregularien und -vorschriften gelten.

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Ist die EU eine Freihandelszone?

Die EU besteht aus insgesamt 27 Ländern, die gemeinsam einen Binnenmarkt bilden. Innerhalb Europas gibt es die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA), zu deren Mitgliedern neben den 27 Staaten der EU auch andere Länder wie die Schweiz und Großbritannien gehören.

Innerhalb der EU müssen keine Zölle beim Versand bzw. dem grenzüberschreitenden Transport von Waren gezahlt werden. Die EU funktioniert dabei ebenso, wie ein herkömmlicher Binnenmarkt. Zu Drittländern bestehen hingegen die üblichen Handelsbedingungen.

Für mehr als 100 Länder ist die EU der wichtigste Exportmarkt. Gleichzeitig gilt die EU als größter Lieferant industrieller Erzeugnisse. Aus ökonomischer Sicht nimmt die EU international eine wichtige Rolle ein, denn sie ist eine der größten Volkswirtschaften der Welt und trägt einen erheblichen Anteil zur globalen Wirtschaftsleistung bei.

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Eine Übersicht der Freihandelsabkommen mit der EU?

Aufgrund ihrer bedeutenden Rolle im internationalen Handel verfügt die EU weltweit über Partnerstaaten. Die Geschäfte und Handelsbeziehungen zwischen Unternehmen auf den verschiedenen Kontinenten und der EU werden durch Freihandelsabkommen erleichtert.

Gerade in den letzten Jahren kamen weitere Freihandelsabkommen der EU zustande, beispielsweise mit Ecuador, Singapur und Japan. Die EU unterhält – Stand 2023 – Freihandelsabkommen mit 78 Ländern. Zudem laufen Verhandlungen über neue Handelsabkommen mit weiteren Ländern.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Ein Freihandelsabkommen ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei oder mehreren Staaten, der Handelshemmnisse abbaut und den zwischenstaatlichen Waren- und Dienstleistungsverkehr erleichtert. Länder, die nicht am Abkommen beteiligt sind, gelten als Drittländer und unterliegen den üblichen Handelsregeln.

Ja, die EU funktioniert als Binnenmarkt, in dem keine Zölle zwischen den 27 Mitgliedsstaaten erhoben werden. Darüber hinaus gibt es die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA), der auch Nicht-EU-Länder wie die Schweiz angehören.

Stand 2023 unterhält die EU Freihandelsabkommen mit 78 Ländern weltweit. Zu den jüngeren Abkommen gehören Partnerschaften mit Japan, Singapur und Ecuador. Verhandlungen mit weiteren Ländern laufen bereits.

Die EU ist eine der größten Volkswirtschaften der Welt und für mehr als 100 Länder der wichtigste Exportmarkt. Gleichzeitig ist sie der weltweit größte Lieferant industrieller Erzeugnisse und trägt erheblich zur globalen Wirtschaftsleistung bei.

Freihandelsabkommen reduzieren Zölle und bürokratische Handelshemmnisse, was Unternehmen die Abwicklung von Im- und Exporten erleichtert. Gerade bei langen internationalen Lieferketten, bei denen Rohstoffgewinnung, Produktion und Verkauf auf verschiedenen Kontinenten stattfinden, sind solche Abkommen ein entscheidender Vorteil.

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